Wozu «Gotthard-Bahntage»?


Zeugt von Bahnhistorisch grossen Zeiten: Das Eisenbahndepot in Erstfeld

Zeugt von bahnhistorisch grossen Zeiten: Das Eisenbahndepot in Erstfeld

Die Gotthard-Bergstrecke ist ein Monument, ein Stück Verkehrsgeschichte. 1882 offiziell in Betrieb genommen, üben vor allem die Nordrampe von Erstfeld nach Göschenen sowie der Tunnel durch den Gotthard (bis 1906 der längste der Welt) noch heute eine enorme Faszination aus. Eisenbahnfans und Geschichtsinteressierte lässt diese Eisenbahnlinie durch Uri in den Kanton Tessin nicht los. 

Die Tunnels und mächtigen Viadukte sind ingenieurtechnische Meisterleistungen ihrer Zeit und begeistern nach wie vor. Neben dem Gotthardtunnel selbst gilt das insbesondere für die drei Kehrtunnels in Wassen, welche das Unmögliche möglich machten, und die Eisenbahn eine Höhendifferenz von 190 Metern zwischen Wassen und Göschenen überwinden lassen. Diesen Kehrtunnel verdankt die Gemeinde Wassen, dass sie über die wohl bekannteste Dorfkirche der Schweiz verfügt.

Der Erlebniszug San Gottardo in Wassen, mit der vielleicht berühmtesten Dorfkirche der Schweiz.  © Georg Trüb

Das «Krokodil» (rechts) und die Ae 6/6, zwei legendäre Lokomotiven auf der Gotthard-Bergstrecke

Mit der Eröffnung des Gotthard-Basistunnels im Jahr 2016 hat die Nordrampe der Gotthardbergstrecke den grössten Teil ihrer verkehrsgeografischen Bedeutung eingebüsst. Dafür gewinnt sie noch stärker an historischer und touristischer Bedeutung. Genau dem wollen die Gotthard-Bahntage Rechnung tragen, damit der Reiz dieser absolut einmaligen Bahnstrecke nie verlorengeht. Und schliesslich ist es auch eine Würdigung unserer Vorfahren und ihrer enormen Leistung, eine Bahnverbindung durch diese ebenso unzähmbare wie wunderschöne Landschaft zu bauen. Nur so lässt sich am Ende auch die Leistung der modernen Tunnelbauer gebührend anerkennen, welche 2016 erneut für einen Tunnelrekord am Gotthard gesorgt haben. .